Gira System 70: Große Bedienflächen, vier Designlinien
Mehr Fläche, klare Linien, über 200 Funktionen: Mit dem System 70 bringt Gira vier neue Schalterprogramme auf eine gemeinsame Plattform. Wir zeigen die Unterschiede zwischen F100, F200, F200 flach und F300 und erklären, welches Programm zu welchem Raumkonzept passt.

Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) dürfen elektrische Anlagen hinter der Hausanschlusssicherung – außer durch den Netzbetreiber – nur von einem Installationsunternehmen errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten werden, das in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Arbeiten Sie grundsätzlich nur im spannungsfreien Zustand und beachten Sie die fünf Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0105-100. Diese Anleitung ersetzt keine Fachausbildung. Weitere Informationen erhalten Sie hier: § 13 NAV.
Wer heute ein Haus baut oder saniert, achtet nicht nur auf die Technik hinter der Wand, sondern auch auf das, was man sieht. Schalter und Steckdosen sind dabei echte Gestaltungselemente. Mit dem Gira System 70 erweitert der Hersteller seine bekannte, reduzierte Designsprache auf eine neue Plattform mit großzügigen Bedienflächen im Format 70 × 70 mm.
Eine Plattform, vier Schalterprogramme
Ausgangspunkt ist der bewährte Gira Flächenschalter, der jetzt als Gira F100 neu aufgelegt wurde. Daraus sind drei weitere Programme entstanden:
| Programm | Charakter | Besonderheit |
|---|---|---|
| Gira F100 | weich, mit typischem Eckradius | die Weiterentwicklung des Klassikers |
| Gira F200 | geradlinig | umlaufende Schattenfuge als Designmerkmal |
| Gira F200 flach | besonders zurückhaltend | nur 3 mm Aufbauhöhe, flächenbündige Montage |
| Gira F300 | schmaler Rahmen | starker Kontrast zwischen Rahmen und großer Bedienfläche |
Keine Mittelstege bei Mehrfachrahmen
Ein optisches Detail, das auffällt: Bei Mehrfachkombinationen liegen die Einsätze direkt aneinander. Es gibt also bei keiner Rahmenvariante sichtbare Stege zwischen Steckdose, Wippe oder Tastsensor. Das Ergebnis wirkt ruhig und wie aus einem Guss.
Flach eingebaut: Gira F200 flach
Für die flächenbündige Montage des F200 flach bietet Gira zwei eigene Dosen an, eine für Hohlwände und eine für Mauerwerk. Beide sind luftdicht nach DIN 18015-5 ausgeführt, was gerade im energieeffizienten Neubau ein wichtiger Punkt ist.
Farben und Varianten
- Unterputz: Reinweiß glänzend, Reinweiß seidenmatt, Grau matt, Anthrazit und Schwarz matt
- Aufputz (F100, F200, F300): Reinweiß glänzend und Schwarz matt
- Rahmengrößen: F100, F200 und F300 unterputz 1- bis 5-fach, aufputz 1- bis 3-fach; F200 flach 1- bis 4-fach
Von konventionell bis Smart Home
Das System 70 ist auf Wachstum ausgelegt. Mit mehr als 200 Funktionseinsätzen, darunter neue Schalter, Steckdosen und Tastsensoren, lässt es sich mit allen Gira Smart-Home-Lösungen kombinieren, also mit Gira System 3000, Gira One und KNX. Wer heute konventionell installiert, kann später nachrüsten, ohne das Design zu wechseln.
Nachhaltigkeit
Die reinweiß glänzenden Abdeckrahmen aller vier Programme bestehen aus biozirkulärem Kunststoff. Laut Gira spart das rund 72 % CO₂ gegenüber herkömmlichem Material.
Fazit
Das Gira System 70 bietet für jeden Geschmack die passende Linie, vom weichen Klassiker bis zum flächenbündigen Designstatement. Dank der großen Funktionsauswahl ist es für einfache Wohnungsinstallationen ebenso geeignet wie für das vernetzte Smart Home.
